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Waldwochen vom 03.06.2019 – 14.06.2019

14.06.2019

Auch dieses Mal konnten wir es kaum erwarten.

Am Mittwoch vor den Waldwochen machten wir noch mit einigen fleißigen Eltern am Nachmittag einen Arbeitseinsatz im Basislager. Der Waldwagen wurde sortiert und gereinigt, abgestorbene Bäume wurden entfernt, eine neue Badestelle mit einem Handlauf für die Kinder abgesichert und der Weg dahin freigemacht. Ganz wichtig war auch das Anlegen und Abgrenzen unserer Toilettenecke. DANKE an alle fleißigen Helfer!!!

 

So konnten wir am Montag, den 03.06.2019, pünktlich 07.30 Uhr mit Rucksack und Frühstück, guter Laune und wunderbarem Wetter losziehen. Wir konnten es kaum erwarten und liefen zügig zum Wald. So schnell waren wir noch nie da J! Das erste Frühstück schmeckte so richtig gut und wir haben es genossen. Danach eroberten wir unseren Wald. Jeder sucht sich seine „Lieblingsspielecke“. Ob es auf dem Berg war, am Kletterbaum oder versteckt ganz hinten im Gebüsch – alle hatten sofort eine Spielidee. Bude planen und bauen, Schneckenwohnungen bauen, klettern, kochen, Dinoknochen suchen, Waldarbeiter sein uvm. Gut, dass wir jetzt zwei Wochen Zeit hatten, um alles verwirklichen zu können.

 

09.15 Uhr gab es, wie immer, einen Pfiff und alle kamen zum großen Morgenkreis auf den Sportplatz. Zuerst besprachen wir noch einmal gemeinsam unsere Waldregeln. Dann ging es gleich mit einer Geburtstagsfeier weiter. Wir ließen Alexander hochleben und gratulierten ihm ganz herzlich zum 6. Geburtstag. Da es unser erster Waldtag war, hatte Alex die tolle Idee, mit uns durch den Wald zu stromern. Wir merkten schnell, dass sich so einiges verändert hatte. Viele Bäume waren umgeknickt und hatten alte Wege versperrt. Das machte uns Garnichts, denn richtige Waldkinder finden immer einen Weg. Auch die alte Badestelle konnten wir nicht mehr nutzen, da sich dort Wespen eingebettet hatten. Diese wollten wir natürlich nicht stören und beobachteten sie von Weitem. Dann ging es weiter zur neuen Badestelle. Am liebsten wären wir schon einmal hineingesprungen, aber die Zeit war leider zu kurz. Aber Morgen war ja auch noch ein Tag J! Auf dem Sportplatz wieder angekommen, stand der gelbe Flitzer von Kathrin schon da. Also hieß es schnell Hände waschen, Trinkflaschen und Sitzkissen holen, einen Platz auf der Wiese suchen und Essen holen. Mmmmm, das schmeckt gut!!! So legten wir uns glücklich, satt und zufrieden auf unsere Schlafsäcke, hörten den Vögeln zu und schliefen fast alle ein.

 

Am Dienstag fuhren die großen Stefanie-Kinder zum Bummipokal und die Bine-Kinder feierten Paulas 5. Geburtstag.  Wir spielten „Schuhsalat“ und ließen es uns mit leckerem Obst und Bechermuffins richtig gut gehen. DANKE liebe Paula! Natürlich hatten die Kinder den Plan, in den Bach zu gehen, nicht vergessen. Wir zogen unsere Badeschuhe an und los ging es. Der Einstieg zum Bach war dieses Jahr sehr steil. Vorsichtig tasteten wir uns nach unten. Alle haben es, Dank des stabilen Geländers, geschafft. Großes DANKESCHÖN an Leas Papa! Zum Mittagessen waren die Stefanie-Kinder wieder da und berichteten uns von ihren sportlichen Erfolgen. Dank Alex waren sie genügend Kinder und konnten den 4. Platz erreichen. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

 

Ab Mittwoch hatten wir mit Lukas eine große Verstärkung. So konnten die Jungs mit ihm ihre Bude weiter bauen. Mit Hammer, Säge und Strick bewaffnet, hatten sie fast den ganzen Vormittag zu tun. Die Mädchen eröffneten einen Waldmassage-Salon. Auch wir Erzieher wurden von ihnen eingeladen und verwöhnt. 10.15 Uhr trafen wir uns zum täglichen Morgenkreis, besprachen noch einmal die Waldregeln und schauten uns zum ersten Mal das Buch „Aquarellius und Äralinde“ an. Der kleine Wassertropfen Aquarellius erlebt viele Abendteuer. Das machte alle ganz neugierig. So lauschten alle ganz aufmerksam den ersten beiden Geschichten. Danach ging es noch einmal zum Bach. Heute waren wir viele Kinder. Die einen wollten im Bach bauen, die anderen herumtollen und spritzen. Damit jeder seinen Bedürfnissen nachkommen konnte, kamen wir gemeinsam auf die Idee, den Bach in zwei Zonen einzuteilen. Eine Spritz- und eine Bauzone. Lange Äste waren schnell gefunden. So war für alle die Grenze gut sichtbar und das Bachvergnügen konnte losgehen.

 

Am Donnerstag mussten wir leider noch einmal die Waldregel besprechen, da einige Kinder diese wieder vergessen hatten. Jeder durfte seine Beschwerden vorbringen. Gemeinsam erklärten und begründeten wir alles noch einmal und versprachen uns gegenseitig, diese einzuhalten. Danach sangen uns die Stefanie-Kinder ihr Waldlied vom letzten Jahr vor. Das war so toll, dass wir es gleich zu unserer Waldhymne ernannten und es mehrmals sangen. Weiterhin lauschten wir dem 3. Abendteuer von „Aquarellius“. Zum Schluss zeigte uns Dean noch, wie toll er jetzt eine Schleife binden kann. Das animierte gleich die anderen Kinder und alle machten oder versuchten es auch. Danach ging es wieder gemeinsam zum Bach.

 

Und schon war wieder FreitagL! Wir sangen unser Waldlied, hörten die nächsten Abendteuer vom Aquarellius und wanderten mit Gummistiefeln auf die andere Seite vom Bach. Lukas und einige Kinder erzählten uns, dass sie bei einer Erkundungsrunde im Wald, Schlafplätze von Rehen entdeckt hatten. Das interessierte uns alle und wir wollten diese auch einmal sehen. So ging es durch den Bach in den Wald hinein. Man musste schon sehr genau schauen, um diese zu erkennen. Wir stellten uns vor, wie die Rehe sich nachts aneinander kuscheln und schlafen.

 

Leider hatten wir in der zweiten Woche nur vier Waldtage, da montags Feiertag war.

 

Dienstag, den 11.06.19 gab es wieder eine große Party. Nora, Pepe und der große Lukas hatten Geburtstag. Wir ließen sie hochleben, gratulierten ihnen ganz herzlich und spielten „Mein rechter, rechter Platz ist leer“. Im Wald webten wir zwischen zwei Bäumen einen Teppich und bestückten ihn mit Naturmaterial. Olga brachte Salzteig mit. Wer wollte, konnte sich ein Medaillon mit getrockneten Blumen herstellen. So verging auch dieser Vormittag wie im Flug.

 

Auch am Mittwoch konnten wir die Salzmedaillons und den Waldwebteppich weiter gestalten. Im Morgenkreis gab es von Pepe leckere Melone, Tomate und Gurke, sowie eine kleine Schleckerei für jeden. Diese gab es aber nicht einfach so. Bine beschrieb ein Kind, z.B. Wohnort, Wie viele Geschwister, was es gerne macht usw. Das Kind sollte sich dann erkennen und melden. Das war gar nicht so einfach, aber es machte allen riesen Spaß. Zum Schluss sangen wir mehrmals unsere Waldhymne.

 

Der Donnerstag begann mit Regen. Trotzdem wanderten wir pünktlich 07.30 Uhr los. Frühstück gab es dieses Mal im Zelt. Danach zogen wir unsere Matschsachen an und ab ging es in den Wald. 10.00 Uhr pustete Blasius die Wolken weg und die Sonne kam raus. Sofort warfen wir die Matschsachen von uns und wanderten zum Bäcker. Hier gab es für alle ein leckeres Eis.

 

Und schon war der Freitag da L. Am letzten Tag fanden wir im Wald einen Brief vom „Waldgeist“, welcher uns täglich beobachtet hat. Er schickte uns auf eine Schnitzeljagd. Dabei mussten wir viele Aufgaben lösen:

  1. Sucht im Wald etwas Rundes und etwas Spitzes

  2. Sammelt Blätter, Rinde, Steine und Stöcke und legt daraus einen Schmetterling

  3. Zielwerfen mit Zapfen und

  4. Laufen zum Bach

Da hingen plötzlich unsere gebastelten Schmetterlinge. Der Waldgeist hat an jeden noch einen Lutscher gemacht. DANKE lieber Waldgeist!!! Auf dem Sportplatz trafen wir uns ein letztes Mal zum Morgenkreis mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Zuerst mussten wir Olga verabschieden. Sie ist uns allen sehr ans Herz gewachsen und wir lassen sie ungern ziehen. Danach ließen wir noch einmal unsere Waldwochen Revue passieren. 

Es war wieder eine tolle Zeit mit vielen, neuen Erlebnissen. Alle haben es wieder super gemeistert und bekamen einen „Aquarellius-Waldorden“. Natürlich wollten alle noch einmal in den Bach. So hätten wir fast die Mittagsessenzeit verpasst. Ein letztes Mal Mittag im Wald und schlafen im Zelt. Tschüss Waldgeist, Waldtiere und Wald, wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und kommen EUCH bis dahin ganz oft besuchen!!!